Eine Ökofarm in Afrika

In der Region um die Stadt Masasi, im Süden Tansanias, leben viele Familien vor allem von dem, was sie auf ihren kleinen Feldern für den eigenbedarf anbauen. Doch dies wird zunehmend schwieriger: es regnet nur unregelmäßig und viel zu wenig. Pestizide und chemischer dünger sowie die Kultivierung immer gleicher Pflanzenarten haben die Böden ausgelaugt. Auch fehlen Straßen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Erträge auf den kleinen Märkten zu verkaufen. Doch wer kaum etwas hat und nur wenig kaufen kann, hat nicht genug zu essen.

Auf ihrer Farm in der Ortschaft Naluale bringen die Salvatorianerinnen die kleinbäuerlichen Familien nun zusammen. Gemeinsam soll es gelingen: Ertragreiche ernten und ein vielfältiges angebot, das nicht nur die Selbstversorgung sichert, sondern auch für den Handel und damit für ein regelmäßiges Einkommen reicht.

Zunächst die Schulbank drücken …

Welches Saatgut trotzt den schwierigen Bedingungen? Welche nährstoffe brauchen die Pflanzen? Wie können wir sie vor Schädlingen schützen, ohne die Umwelt zu belasten? In welcher Folge sollen wir sie anbauen, um die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten? Antworten auf diese und andere Fragen erarbeiten die Kleinbäuerinnen und -bauern in  Seminaren, gemeinsam mit Fachleuten einer lokalen Partnerorganisation der Salvatorianerinnen.

… und dann hinaus auf’s Feld!

Ihr Wissen können sie direkt anwenden: die Schwestern verpachten ihnen kleine Parzellen, auf denen sie die modernen ökologischen anbaumethoden ausprobieren können. Dabei werden sie weiterhin fachlich begleitet. Ab Oktober 2020 nehmen 42 Bäuerinnen und Bauern an dem Projekt teil und bewirtschaften jeweils 1 – 1,5 Hektar. Weitere Familien sollen später hinzukommen. Nach und nach soll so das gesamte Farmgelände, also rund 168 Hektar, erschlossen werden. Einzelne Bereiche werden bewaldet, um die umliegenden Flächen fruchtbar zu halten.

Ernährung sichern, Würde wiedergewinnen

In seiner Enzyklika „Laudato si“ erinnert uns Papst Franziskus daran, dass Umwelt- und Klimaschutz, Gerechtigkeit gegenüber den armen, gesellschaftliche Verantwortung und innerer Friede untrennbar miteinander verbunden sind. Mit Projekten wie der Farm in naluale folgen die Salvatorianerinnen seiner einladung und aufforderung der Sorge um unser gemeinsames Haus Erde. Im globalen Süden bedeutet ökologische Landwirtschaft, dass notleidende Menschen unabhängig werden von teurem und häufig ungeeignetem industriellem Saatgut, dass sie sich ausreichend ernähren können und somit ihre Würde wiedergewinnen.

So können Sie helfen:

24 Euro
… versorgen zwei Personen mit Saatgut.
50 Euro
… ermöglichen das Anpflanzen eines Cashewnut-Baumes.
Mit 400 Euro
… begleiten Sie eine Familie ein Jahr lang im Rahmen einer Patenschaft.

Herzlichen Dank!

Spendenkonto:

Sozialwerk der Salvatorianerinnen
Bankhaus Schelhammer & Schattera
IBAN: AT43 1919 0000 0014 7264
SWIFT-BIC: BSSWATWW

Stichwort: Ernährungssicherung